Vortrag Jun.-Prof. Dr. Melanie Fritsch (HHU): "Zeit zum Spielen? Zum Stand der Spielwissenschaft mit Fokus auf das Teilgebiet der Ludomusikologie"

26. Januar 2026, 14-16 Uhr, Raum SKW, 05.B127 

Obschon bereits seit Ende der 1990er Spieleforschung in Deutschland betrieben wird, hat das Jahr 2025 noch einmal zu einiger Bewegung in der deutschsprachigen Community geführt. Insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Institutionalisierung des Feldes sind hier die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Spielwissenschaft sowie die Vereinswerdung des 2015 ins Leben gerufenen Arbeitskreis Geisteswissenschaften und Digitale Spiele zu nennen. Darüber hinaus wurde Anfang Juni desselben Jahres das von 25 deutschsprachigen Spielforscher*innen verfasste Positionspapier „Zur Etablierung einer Spielwissenschaft: Potenziale, Perspektiven und institutionelle Anforderungen“ veröffentlicht, welches das bisher unter „Game Studies“ gefasste Feld als mögliche eigene Disziplin konturiert.

Im Rahmen dieses Vortrags wird zunächst ein Überblick über die nunmehr über 25-jährige Geschichte der Spieleforschung in Deutschland mit besonderem Fokus auf die Beschäftigung mit japanischen Spielen, der japanischen Gamesindustrie und dem Austausch mit der japanischsprachigen Game Studies-Community gegeben. In einem zweiten Schritt wird die Perspektive auf das Teilgebiet der Ludomusikologie verengt, um anhand von Beispielen aufzuzeigen, wie der Austausch zwischen den Forschungscommunities bislang stattfindet, welche Forschungsdesiderate hier zu verzeichnen sind und wie japanologische Expertise in diesem Kontext zum Tragen kommen kann.

Zur Person: Dr. phil. Melanie Fritsch ist seit Oktober 2020 Juniorprofessorin für Medienkulturwissenschaft mit Schwerpunkt Game Studies und angrenzende Gebiete an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Sie war zuvor als PR & Communications Managerin in der Gamesbranche tätig und arbeitete u.a. als Lehrbeauftragte im Fach Medienwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut für Musiktheater (Universität Bayreuth), wo sie auch promovierte, sowie als Wissenschaftliche Hilfskraft in der Japanologie an der Universität Leipzig (Link: https://www.mekuwi.hhu.de/team-zustaendigkeiten/alle-mitarbeiterinnen-von-a-z/melanie-fritsch)

Der Vortrag findet statt im Rahmen des J-Games Forschungsprojekts der Japanologie Frankfurt, steht aber bei Interesse allen Studierenden des Faches Japanologie offen.

Bei Interesse an der Teilnahme melden Sie sich bitte bei chappelow@em.uni-frankfurt.de 




Foto: ©Melanie Fritsch