100 Jahre Asienwissenschaften Goethe-Universität 1925-2025
Das Jubiläum wird im Rahmen des 19. Deutschsprachigen Japanologentags mit einem eigenen asienwissenschaftlichen Panel begangen.

Nachdem die Japanologie am Fachbereich 9 der Goethe-Universität im Jahr 2021 ihr 40-jähriges Bestehen feierte, kann die Ostasienforschung in Frankfurt 2025 auf runde 100 Jahre Geschichte zurückblicken. Im Jahr 1925 nahm diese ihren Anfang, als der bekannte Chinakundler Richard Wilhelm (1873-1930) zum Direktor des China Instituts e.V. bestellt wurde. Auf Wilhelm folgte Erwin Rouselle (1890-1949). 1942 wurde ein sinologischer Lehrstuhl gegründet, den Carl Hentze (1883-1975) bis 1954 innehatte. Im Jahr 1960 wurde Otto Karow (1913-1992) auf den Lehrstuhl für Ostasiatische Philologien berufen, er vertrat die Fächer Sinologie und Japanologie in Personalunion. Auf Karow folgte Chang Tsung-tung (1930-2000), der im Jahr 1999 emeritiert wurde, zwei Jhre später erfolgte die Berufung von Dorothea Wippermann. Bereits im Jahr 2002 hatte der Fachbereich eine Juniorprofessur eingerichtet, die Ende des Jahres 2002 durch Natascha Gentz besetzt wurde. Die inneruniversitäre Verknüpfung wurde durch die Einrichtung des Interdisziplinären Zentrums für Ostasienstudien (IZO) im Jahr 2004 mit seinen vielfältigen Aktivitäten in Forschung und Lehre, an dem die Frankfurter Sinologie einen maßgeblichen Anteil hat, auf eine neue Grundlage gestellt. Nachdem Natascha Gentz im Jahr 2006 einen Ruf an die Universität Edinburgh enthalten hatte, trat Elisabeth Kaske ihre Nachfolge an. Im Wintersemester 2007 wurde schließlich Iwo Amelung auf die neu geschaffene Professur für Kultur und Geschichte Chinas berufen. Die Japanologie entwickelte sich als eigenständiges Fach in den 1980er Jahren. Von 1981 bis 2000 lehrte und forschte der Japanologe Ekkehard May im Institut für Orientalische und Ostasiatische Philologien des damaligen FB 11: Ost- und außereuropäische Sprach- und Kulturwissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt. Zum Sommersemester 2003 wurde Lisette Gebhardt als Fachvertreterin der Japanologie am FB 9: Sprach- und Kulturwissenschaften berufen. Sie reformierte, unterstützt von Cosima Wagner, Lehre und Forschung. Eine zweite japanologische Professur am FB 9: Sprach- und Kulturwissenschaften wird seit 2009 von Michael Kinski bekleidet. Zu den Asienwissenschaften der Goethe Universität zählen zudem die Koreanistik, seit 2014 vertreten durch Yonson Ahn, und die Südostasienwissenschaften. Letztere leitete der Linguist und Malaiologe Bernd Nothofer (1941-2025) von 1981 bis 2008. Auf ihn folgte Arndt Graf, Malaiologie / Indonesistik, der 2009 an die Goethe-Universität kam.
Links zum Jubiläum der Japanologie 2021:
https://aktuelles.uni-frankfurt.de/studium/40-jahre-japanologie-am-fachbereich-sprach-und-kulturwissenschaften/
https://jubilaeumvierzigjahrejapanologiefrankfurt.de/

