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Kindheit und Kindheitsbilder im vormodernen Japan

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Die Geschichts- und Kulturwissenschaften werden in den vergangenen Jahren zunehmend von zyklischen Moden erfasst - sowohl auf der Ebene der Themen (z.B. “Essen”, “Körper”) als auch der methodischen Zugänge (“turns”). Manche Fragestellungen ziehen die Aufmerksamkeit der unterschiedlichsten geistesgeschichtlichen und kulturwissenschaftlichen Fachbereiche auf sich und vermögen, sich in Form selbstständiger Fachbereiche nachhaltig zu etablieren. Ein hervorstechendes Beispiel sind die “Gender Studies”.

Auffällig ist dagegen, dass der Beschäftigung mit der Kindheit, einem so prägenden Abschnitt des menschlichen Lebenszyklus, nicht die Aufmerksamkeit zuteil wurde, wie andere Lebensabschnitte, etwa das Alter, oder Menschengruppen – z.B. Frauen – sie auf sich zogen. Im Fall der Beschäftigung mit Japan muss das insbesondere erstaunen, da die Schrift- und Bildkultur des Landes reichhaltiges und teilweise sehr gut erschlossenes Material zur Verfügung stellt und die (kultur)geschichtliche Forschung über Kinder und Kindheit auf hohem Niveau steht.

Angestrebt ist daher, die kultur- und geistesgeschichtliche Erforschung “japanischer Kindheiten” in Frankfurt zu etablieren und zu einem Netzpunkt nationaler und internationaler Kooperation auszubauen.

 

 

 

geändert am 03. Mai 2010  E-Mail: Goethe-Universität - Japanologie FB 09japanologie@uni-frankfurt.de

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Druckversion: 03. Mai 2010, 07:15
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb09/ophil/japanologie/jap_forschung/kindheit.html