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Vortrag Prof. Dr. Inken Prohl, Universität Heidelberg, Japanologie: "Religiöse Reaktionen auf die Dreifachkatastrophe in Japan, März 2011"

(Reihe Sonderveranstaltungen "Japan und Japanologie in der Post-Fukushima-Ära - II")

In Kooperation mit dem Interdisziplinären Zentrum für Ostasienstudien (IZO)


Die internationalen Medien rätselten nach der Dreifachkatastrophe in Japan im März 2011 ausgiebig über die Gründe für die Gelassenheit, Ruhe und Opferbereitschaft, mit der man nach ihrer Beobachtung in Japan auf die schrecklichen Ereignisse reagierte, und führten diese vielfach auf die religiösen Einstellungen der Japaner zurück. Während viele dieser Vermutungen schnell als exotisierende und orientalisierende Zuschreibungen erkannt wurden, sind die religiösen Reaktionen auf die Katastrophe kaum außerhalb Japans registriert worden.

Wie haben die religiösen Institutionen Japans auf die Notlage im Norden reagiert? Gab es Spendenaktionen, ehrenamtliche Helfer und Hilfe oder seelsorgerische Angebote? Und welche religiösen Hilfeleistungen wurden zum Beispiel in Form von Bitt-, Gedenk- und Totenritualen geleistet? Der Vortrag wird die wichtigsten religiösen Reaktionen auf die Dreifachkatastrophe und ihre zentralen Akteure vorstellen und dabei unter anderem auf die Bedeutung und Problematik der Totenbestattung eingehen sowie die Frage untersuchen, ob die erschütternden Ereignisse vom März 2011 Folgen für die religiöse Szenerie des gegenwärtigen Japan haben.


Datum:
Donnerstag, 9. Februar 2012, 18:00 Uhr c.t.
Ort: Campus Bockenheim, Raum Jur 717

 

 

 

geändert am 01. Februar 2012  E-Mail: Goethe-Universität - Japanologie FB 09japanologie@uni-frankfurt.de

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Druckversion: 01. Februar 2012, 17:29
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb09/ophil/japanologie/__Dateien/Veranst_ankuend_/Vortrag_Prof-Prohl.html