
Workshop Dr. Matthias Koch, Freie Universität Berlin / Salzmannschule, Spezialgymnasium für Sprachen: "Die Folgen von 'Fukushima'"
In Kooperation mit dem Interdisziplinären Zentrum für Ostasienstudien (IZO)
Ziel des Fukushima-Workshops an der Japanologie Frankfurt ist es, sich gemeinsam besser über die Ursachen und Folgen der Naturkatastrophe und des nuklearen Desasters auf lokaler, regionaler, nationaler und globaler Ebene klar zu werden. Der Workshop steht als universitäre Arbeitsform maximal 15 studentischen Interessierten offen. Die Workshopteilnehmer (Japanologie-Studierende) und der Workshopleiter (Moderator) nähern sich dem Themenkreis „Fukushima“ aus der Perspektive und mit der Expertise ihres jeweiligen Methodenfaches mit einem selbstgewählten Aspekt, das heißt mit einer spezifischen Fragestellung und konkreten Aufgabe. Die Teilinteressen und Teilexpertisen aller Teilnehmer sollen zu einem besseren Gesamtverständnis beitragen, das allein nicht so ohne weiteres erarbeitet werden könnte. Detailfragen sowie übergeordnete Fragestellungen zu „Fukushima“ sollen im Verlauf des Workshops diskutiert, Teilresultate protokolliert, im Plenum zusammengefasst und zusammengeführt werden. Der Workshop ist offen für neue Frage- und Problemstellungen, Ideengenerierung durch Brainstorming sowie intuitive und diskursive Methoden.
Folgende Aspekte und Einzelfragen sollen in dem Workshop erörtert werden:
● Das Restrisiko
● Die Informationspolitik der japanischen Regierung und des Energiekonzerns Tepco (Tōkyō Denryoku)
● Die mediale Behandlung von Fukushima in und außerhalb Japans
● Kontinuität und Wandel der nationalen Energiepolitik im Lichte von Fukushima
● Die Anti-AKW-Bewegung unter besonderer Berücksichtigung des Citizens’ Nuclear Information Center (CNIC, Genshiryoku Shiryō Jōhōshitsu)
● Die Reaktion der regionalen Energieversorgungsunternehmen auf Fukushima
● Die Reaktion der KKW-Standortpräfekturen und -kommunen auf Fukushima
● Die Kernenergiekommission (Genshiryoku Iinkai) und Fukushima
● Die regionalen Energieversorgungsunternehmen und die Struktur der japanischen Energiewirtschaft
● Der Premierminister und Fukushima
● Regenerative Energien in Japan im Aufwind?
● Die japanische Nuklearindustrie und Fukushima
● Die Reaktionen der Nachbarländer Japans auf Fukushima
● …
Workshopinteressenten können ein Thema mit einer selbstgewählten, beschränkten Fragestellung übernehmen, zu der sie bis zum Beginn des Workshops eine Kurzpräsentation von ca. 5 bis maximal 10 Minuten mit einem knappen Thesenpapier von maximal ca. 500 Wörtern einzeln oder als Kleingruppe anfertigen und als Handout der Gruppe vorlegen. Die Kurzpräsentation muss nicht notwendigerweise fertige Resultate beinhalten, sondern kann auch aus Hypothesen studentischer Gruppenarbeit bestehen.
Die Veranstaltung kann besucht werden von den BA-Studierenden aller Semester des Faches Japanologie und selbstverständlich auch von den Studierenden des MA- und des Magister-Studienganges. Mithin ist sie auch für Studienbeginner geeignet. Für die aktive Teilnahme an der gesamten Veranstaltung (inklusive Vortrag am Vortag) von Dr. Matthias Koch können 3 CPs vergeben werden.
Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist und da der Dozent entsprechende Vorbereitungen treffen muss, wird um rechtzeitige Anmeldung gebeten. Workshopinteressenten können sich im Sekretariat der Japanologie verbindlich anmelden. Der Workshopleiter und Moderator wünscht allen eine kreative und produktive Zeit.
Wir freuen uns sehr auf den Besuch von Dr. Matthias Koch und wünschen den Studierenden einen informationsreichen und inspirierenden Workshop-Besuch.
Datum: 21. Oktober 2011
Uhrzeit: 9-12 und 13-16 Uhr
Ort: Campus Bockenheim, Raum Juridicum 705a
geändert am 19. Oktober 2011 E-Mail: Goethe-Universität - Japanologie FB 09japanologie@uni-frankfurt.de
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